Jedes Kind ist auf seine Weise „besonders“,
aber keines der Kinder ist „ausgesondert“!

Schulprofil Inklusion

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Ziel der Inklusion

... ist die Entwicklung eines Schulkonzeptes, auf dessen Grundlage individuelle Förderung für alle Schüler umgesetzt wird. Unterricht, Lernen, Erziehung und Schulleben sollen so gestaltet werden, dass die Vielfalt aller Schüler geschätzt und gefördert wird.

Umsetzung

Im Zuge der Inklusion werden Lehrkräfte des Förderzentrums an die Inklusionsschule abgeordnet. Sie kooperieren vor Ort mit den Regelschullehrkräften und übernehmen somit die klassischen Aufgaben des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes an der Regelschule.

  • Diagnostik
  • Förderung des Kindes
    unter Einbeziehung des
    kindlichen Umfelds
  • Beratung von
    Eltern und Lehrkräften
  • Schulentwicklung
  • Kompetenztransfer
    vom Förderzentrum
    an die Regelschule
    durch Fortbildungen

Video des Kultusministeriums: Inkusion konkret (ca. 6 Minuten)

Allgemeine pädagogische Maßnahmen

  • Sichern einer Lernatmosphäre, in der individuelle Stärken, Lernwege und Lernausgangslagen aller Schüler akzeptiert und als Chance genutzt werden
  • Schaffung individualisierter Lernsituationen (z. B. Wochenplanarbeit) und Training verschiedener Lernmethoden
  • Anregung gemeinsamer und sozialer Lernprozesse:
    die Gemeinsamkeit in der Vielfalt hervorheben
  • Enge Kooperation zwischen Grundschullehrern, Sonderschullehrer, Schulleitung und bei Bedarf auch mit anderen Fachdiensten (z. B. Jugendsozialarbeit, Mitarbeiter der Heilpädagogischen Tagesstätte, Logopäden etc.)
  • Regelmäßige gemeinsame Teamgespräche (Schulleitung, Klassenlehrerin, Sonderschullehrerin) zur Schulprogrammentwicklung und Optimierung der inklusiven Entwicklung der Schule

Sonderpädagogische Maßnahmen

  • Fortlaufende sonderpädagogische Diagnostik und Schülerbeobachtung, auf deren Basis individuelle Förderpläne erstellt werden
  • Regelmäßige Beratung im Team (Klassenlehrerin, Sonderschullehrkraft, oftmals auch Deutsch-Lerngruppen-Lehrerin) insbesondere im Kontext Förderplanung und Diagnostik sowie Unterrichtsgestaltung, um gemeinsam individuelle Maßnahmen für den Unterricht oder die Kleingruppenförderung zu entwickeln
  • Beratende Tätigkeiten:
    • Einzelberatung von Kollegen
    • Unterrichtsberatung
    • Gemeinsame Elternberatung mit der Klassenlehrerin
    • Schullaufbahnberatung
    • Kooperation mit Fachdiensten

Schwerpunkte einer inklusiven Schule

  • Die Unterschiedlichkeit der Kinder soll als Chance und Herausforderung, nicht als Belastung oder Hemmnis begriffen werden.
  • Im Unterricht werden Methoden des eigenständigen Lernens sowie Formen des gemeinsamen Lernens praktiziert und trainiert.
  • Unterricht wird nicht ausschließlich als Wissensvermittlung, sondern als Erfahrungsraum für soziale Kontakte, Kommunikation, Konfliktbewältigung und Ich-Findung der Kinder gesehen.
  • Durch vielfältige Projekte und Aktivitäten bietet die Bischof-Sailer-Grundschule und Mittelschule Aresing den Schülerinnen und Schülern diesen Lebens- und Erfahrungsraum.
  • Im inklusiven Unterricht wollen wir ganzheitliches Lernen über verschiedene Wahrnehmungskanäle ermöglichen. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder sollen individuell gefördert und gefordert werden.
  • Dem unterschiedlichen Lerntempo der Kinder soll Rechnung getragen werden. Lerninhalte können von den Schülerinnen und Schülern mitbestimmt werden. Der Unterricht stellt die Freude am Lernen in den Mittelpunkt.
  • Die Unterstützung durch Sonderpädagogen soll allen Kindern in der Lerngruppe zur Verfügung stehen.
  • Fortlaufend werden Kompetenzen der Lehrkräfte erweitert und gestärkt. Gezielt werden auch externe Partner (Förderzentrum, Schulpsychologen, Beratungslehrkräfte, Therapeuten) nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten einbezogen.

Inklusion an unserer Schule

Die Inklusion wurde im Schuljahr 2012/13 in der Mittelschule mit Inklusionsklassen in den Jahrgangsstufen 5. bis 9 eingeführt. Im darauffolgenden Schuljahr wurde die Inklusion auf die Bischof-Sailer-Grundschule ausgeweitet.

Im Schuljahr 2014/15 besuchten etwa 40 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unsere Schule. Neben Schülern aus dem Schulsprengel*) handelt es sich auch um Kinder aus Schrobenhausen, Karlskron, Gachenbach, Brunnen, Langenmosen und Weilach.

Die Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Aresing und weiteren Partnern wird künftig intensiviert.

*) Schulsprengel:
Aresing, Oberlauterbach, Niederdorf, Unter- und Oberweilenbach, Rettenbach, Hörzhausen und Autenzell